Die Zahnschliff-Methode nach A. Schatz zur genauen Altersbestimmung entstand 1987 und ist heute mein MultiSegmentTM Verfahren geworden.

Bereits 1987 entwickelte ich meine spezielle Probenpräperations- und Mehrfachschnitt-Technik - damals noch  eine Art "Salamitaktik" .

Die Notwendigkeit einer exakten Altersbestimmung ist vorwiegend durch das jeweilige Landes-Jagdgesetz, den Klasseneinteilungen, Freigaben im Abschussplan, sowie auch den internen Hegerichtlinien mit den dafür vorgesehen Konsequenzen für Fehlabschüsse gegeben!

 

Diese dient zur genauen Klärung von Streitfragen zum tatsächlichen Alter zwischen dem Erleger und der Jagdbehörde, einer Hegegemeinschaft oder der Bewertungskommission!

 

Die genaue Altersbestimmung ist ebenfalls sehr interessant für besonders kapitale und alte Hirsche oder den einmalig erlegten Lebens-Bock aus rein privatem Interesse!

 

Nicht immer befinden sich tatsächlich alle jährlich gebildeten Ersatzzement-Zonierungen genau unterhalb der Zahnmitte zwischen den Zahnwurzeln - oftmals ist genau die erste Alterslinie noch kleiner, schmäler und kürzer ausgebildet. Auch die zweite Zonierung ist sehr oft noch kürzer ausgebildet (siehe Bild unten).

 

Genau dieses spezielle Fachwissen zur Freilegung aller Zonierungen haben alle anderen anerkannten Institute seit Jahrzehnten nie erkannt und arbeiten lediglich mit einem einfachen Schnitt - sei es aus Unwissenheit, Zeit- oder aus Kostengründen?

 

Dies bedeutet, dass eine Altersbestimmung anderer Institute für zu jung erfolgen kann, doch niemals für zu alt und dem tatsächlichen Alter entsprechend sein gewesen muss!

 

Nach meiner mittlerweile mehr als 30-jährigen Erfahrung auf diesem hochinteressanten Fachgebiet, kann ich mittlerweile bestätigen, dass andere Institute wenn diese zufällig die richtige Schnittebene getroffen haben richtig gelegen sind, andereseits auch um ein bis zwei Jahre zu jung ermittelt haben und die Konsequenzen für den Erleger waren dann zu tragen!

 

Der Vorteil meiner dazu etwickelten MultiSegment TM - Methode liegt nicht nur darin, dass dann auch das tatsächliche Alter des Zahnes und folglich das des Cerviden ermittelt wird, sondern auch am extrem geringen Schnittbreitenverlust. Damit wird  sehr wenig wertvolles Probematerial zerstört und die so entstandenen Zahnproben bleiben auch nachweislich erhalten!

 

Die Proben aller Schnittebenen werden dann nach den weiteren Arbeitsschritten wie Schleifen, Polieren und ggf. auch Einfärben mit Fuchsin-Pikrinsäure scheibchenweise unter dem Mikroskop begutachtet und analysiert.

Die Wahl der Schnittrichtung (Längs-Quer oder Diagonal) wird immer erst nach Entnahme

des Molaren und dem Befreien vom Knochenrest zwischen den Zahnwurzeln festgelegt!

Erst dann kann festgestellt werden wie die Anhäufung und Orientierung der Ablagerungen an Zahnzementzonen zwischen den Zahnwurzeln für die optimal Schnittrichtung liegt!

Dafür habe ich mir eine spezielle Spannmethode erarbeitet um auch flexibel genug sein zu können. Es liegt in der Natur der Sache, dass nicht jeder Zahn gleich ist und die Ablagerungen immer schön in der Mitte und ohne Orientierung  - Vorzugsrichtung liegen.

Unter dem Mikroskop lassen sich dann die Zahnzementzonen der so hergestellten lichtdurchlässigen Dünnschliff-Proben bei höherer Vergrößerung sehr gut zu erkennen.

Der Aufwand hierfür ist natürlich weitaus größer als lediglich einen einfachen Schnitt durch den Zahn und diesen eventuell auch noch im Kiefer direkt und "blindlings" von oben durch die Zahnkrone durch zu setzen. Ein einziger Schnitt KANN stimmen, muss aber NICHT stimmen!

Ich benenne meine optimierte Zahnschliffmethode die Mehrfachschnitt-Technik oder sog. "Salamitaktik" (Dünnschliffe < 0,15mm) nach A. Schatz seit 1987 und ist für eine exakte Altersbestimmung wichtig! Der Auftraggeber erhält zusätzlich zu den angefertigten Zahnproben auf Wunsch auch eine entsprechende fotografische Dokumentation mit Gutachten zum Beweis mit geliefert!

Zeilenabstand

Rechts im Bild "würden" bei einfacher Schnitt-Technik (je nach Schnittebene) die ersten 2 Jahresringe fehlen, da zwischen dem Maximum ALLER Alterslinien (links) und den fehlenden Zonen (rechts) lediglich 0,5mm Abstand liegen!

Molar siebenfach segmentiert

Die häufigste Anwendung dieser Zahnschliffmethode ist klarerweise bei Rot- und Rehwild zu sehen, jedoch ist sie für alle hirschartigen Wildtiere (sprich Cerviden), wie z.B. bei Damwild und Elch ebenfalls anwendbar.