Die Zahnschliff- Methode nach A. Schatz wurde bereits 1987 optimiert

- durch eine spezielle Probenpräperations- und Mehrfachschnitt Technick  sog. "Salamitaktik"

Die Notwendigkeit einer exakten Altersbestimmung ist vorwiegend durch das jeweilige Jagdgesetz und deren Klasseneinteilungen gegeben.

Sie dient zur Klärung von Unstimmigkeiten und Streitfragen der Jägerschaften, Jagdbehörden, Hegegemeinschaften, Bewertungskommissionen, Berufsjägern, Jagdpächtern und ist ebenfalls auch interessant für besonders kapitale und alte Hirsche aus rein persönlichem Interesse!

Die jährlich gebildeten Zahnzementzonen liegen nicht immer genau unterhalb und somit in der Zahnmitte! Oftmals sind gerade die ersten Jahresringe noch kleiner und kürzer ausgebildet (siehe Skizze unten), dadurch genügt es nicht immer lediglich einen einzigen Schnitt  durch den Zahn zu machen um wirklich ALLE Alterslinien zu erfassen!

Leider wird das bis heute noch von vielen "Zahnschleifern" und interesannterweise auch von "Instituten" nicht so erkannt und lediglich mit einem einzigen Schnitt abgetan! - sei es aus Zeit- oder Kostengründen?  Das bedeutet jedoch, dass so eine Altersbestimmung für zu jung erfolgen kann! Nach meiner nun mehr als 30-ig jährigen Erfahrung auf diesem Gebiet, sehe ich es als unumgänglich an mehrere Schnittebenen anzufertigen um auch die "treffend" - Richtige zu erfassen zu können.
Seit 1986 fertige ich daher nur noch Zahnschliffe mittels meiner eigens dafür entwickelten Probenpräparations- und Spanntechnik für Mehrfachschnittebenen (sog. Salamitaktik) an.

Der Vorteil meiner Methode liegt nicht nur darin, dass auch das tatsächliche Alter des Zahnes und somit des jeweiligen Cerviden ermittelt wird, sondern auch dass durch die spezielle Schnitttechnik wie z.B. das Wasserstrahlschneiden oder einer eigens dafür konzepierten Diamattrennscheibe mit lediglich 0,15mm Schnittbreitenverlust so wenig wie möglich zerstört wird und auch die so entstandenen Zahnproben nachweislich erhalten bleiben und immer zur Verfügung stehen.
Die Proben aller Schnittebenen werden dann nach den weiteren Arbeitsschritten wie Schleifen, Polieren und ggf. auch Einfärben mit Fuchsin Pikrinsäure scheibchenweise unter dem Mikroskop begutachtet und analysiert.

Die Wahl der Schnittrichtung (Längs-Quer oder Diagonal) wird immer erst nach Entnahme

des Molaren und dem Befreien vom Knochenrest zwischen den Zahnwurzeln festgelegt!

Erst dann kann festgestellt werden wie die Anhäufung und Orientierung der Ablagerungen an Zahnzementzonen zwischen den Zahnwurzeln für die optimal Schnittrichtung liegt!

Dafür habe ich mir eine spezielle Spannmethode erarbeitet um auch flexibel genug sein zu können. Es liegt in der Natur der Sache, dass nicht jeder Zahn gleich ist und die Ablagerungen immer schön in der Mitte und ohne Orientierung  - Vorzugsrichtung liegen.

Unter dem Mikroskop lassen sich dann die Zahnzementzonen der so hergestellten lichtdurchlässigen Dünnschliff-Proben bei höherer Vergrößerung sehr gut zu erkennen.

Der Aufwand hierfür ist natürlich weitaus größer als lediglich einen einfachen Schnitt durch den Zahn und diesen eventuell auch noch im Kiefer direkt und "blindlings" von oben durch die Zahnkrone durch zu setzen. Ein einziger Schnitt KANN stimmen, muss aber NICHT stimmen!

Ich benenne meine optimierte Zahnschliffmethode die Mehrfachschnitt-Technik oder sog. "Salamitaktik" (Dünnschliffe < 0,15mm) nach A. Schatz seit 1986 und ist für eine exakte Altersbestimmung wichtig! Der Auftraggeber erhält zusätzlich zu den angefertigten Zahnproben auf Wunsch auch eine entsprechende fotografische Dokumentation mit Gutachten zum Beweis mit geliefert!

Zeilenabstand

Rechts im Bild "würden" bei einfacher Schnitt-Technik (je nach Schnittebene) die ersten 2 Jahresringe fehlen, da zwischen dem Maximum ALLER Alterslinien (links) und den fehlenden Zonen (rechts) lediglich 0,5mm Abstand liegen!

Molar siebenfach segmentiert

Die häufigste Anwendung dieser Zahnschliffmethode ist klarerweise bei Rot- und Rehwild zu sehen, jedoch ist sie für alle hirschartigen Wildtiere (sprich Cerviden), wie z.B. bei Damwild und Elch ebenfalls anwendbar.